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Warum der Pausenabzug pro Stempelung gilt und nicht pro Tag

Der Pausenabzug wird für jede Stempelung einzeln gerechnet, nicht für den Tag als Ganzes. Das macht bei geteilten Diensten einen Unterschied.

Worum es geht

Die App rechnet die Pause pro Zeiteintrag: für jede Stempelung wird geschaut, wie lang sie war, und daraus ergibt sich der Abzug. Zwei Stempelungen am selben Tag werden dafür nicht zusammengezählt. In der Gastronomie ist das der Normalfall: Mittagsdienst, ausstempeln, abends wieder rein.

Der Unterschied an einem Beispiel

Du arbeitest 11:00 bis 15:00 und dann 18:00 bis 22:00. Das sind zwei Stempelungen zu je 4 Stunden. Pro Stempelung: beide liegen unter 6 Stunden, also kein Abzug. Netto 8,0 Stunden. Pro Tag gerechnet wäre es anders: 8 Stunden Arbeit an einem Tag, also 30 Minuten Abzug und netto 7,5 Stunden. Die App macht das Erste. Für dich sind das in diesem Beispiel 30 Minuten mehr bezahlte Zeit.

Warum das so gebaut ist

Zwischen den beiden Diensten liegen drei Stunden frei. Die App hat dafür keinen Pausen-Stempel und kein Feld — sie sieht nur zwei Zeiträume und eine Lücke dazwischen. Diese Lücke ist keine Pause im Sinne von § 4 ArbZG, sie ist unbezahlte Freizeit zwischen zwei Diensten. Sie noch einmal als Pause abzuziehen, würde dieselbe Zeit doppelt abziehen.

Die Grenze dieser Regel

Arbeitsrechtlich betrachtet ist die tägliche Arbeitszeit die Summe des Tages, nicht die einzelne Stempelung. Bei einem echten geteilten Dienst mit mehreren Stunden Abstand passt die Rechnung der App gut. Bei zwei Stempelungen kurz hintereinander — etwa 11:00 bis 15:00 und 15:20 bis 19:00 — passt sie weniger gut: der Tag hat dann über 7 Stunden Arbeit, aber es wird nichts abgezogen. Wer so arbeitet, sollte die Pause am Stück nehmen und innerhalb einer Stempelung lassen, statt für zwanzig Minuten auszustempeln. Dann rechnet die App den Abzug wie erwartet.

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