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Hinweise beim Korrigieren: über 10 Stunden, Überschneidung — warum sie nicht blockieren

Über 10 Stunden oder eine Überschneidung: Die App warnt beim Korrigieren, blockiert aber nicht. Warum das richtig so ist und was du tun solltest.

Die beiden Hinweise

Ein Korrekturantrag kann zwei gelbe Hinweise auslösen. Der erste lautet sinngemäss: „Die Schicht umfasst 11,5 h und überschreitet die gesetzliche Höchstarbeitszeit von 10 h (§ 3 ArbZG).“ Die Stundenzahl wechselt je nach Antrag, der Rest steht fest. Der zweite lautet: „Die vorgeschlagene Zeit überschneidet sich mit einer anderen Schicht am selben Tag.“ Er erscheint, wenn die beantragte Zeit sich mit einem anderen Zeiteintrag desselben Mitarbeiters am selben Tag überlappt.

Sie erscheinen zweimal

Schon beim Ausfüllen des Antrags — der Mitarbeiter sieht sie live, während er die Zeiten tippt — und später noch einmal in der Antragszeile, die du zum Entscheiden vor dir hast. Bei bereits entschiedenen Anträgen werden sie nicht mehr angezeigt.

Warum sie nicht blockieren

Weil aufgezeichnet werden muss, was tatsächlich passiert ist. Wer jemanden elf Stunden hat arbeiten lassen, hat ein arbeitsrechtliches Problem — dieses Problem wird nicht kleiner, wenn im System zehn Stunden stehen, es wird nur unsichtbar und der Zeitnachweis wird falsch. Die App lässt dich deshalb genehmigen und macht die Auffälligkeit stattdessen sichtbar und protokolliert. Dasselbe gilt für die Überschneidung: Zwei sich überlappende Schichten können ein Tippfehler sein, aber auch eine echte, seltsam erfasste Doppelschicht. Das kann nur ein Mensch entscheiden.

Wann kein Hinweis erscheint

Beide Hinweise brauchen Beginn und Ende. Bei einer noch offenen Schicht ohne Ende rechnet die App nichts und warnt auch nicht. Und die Überschneidung wird nur gegen Zeiteinträge desselben Mitarbeiters am selben Kalendertag geprüft — nicht gegen den Schichtplan und nicht gegen Kollegen.

Was du stattdessen tun solltest

  • Bei über 10 Stunden: genehmigen, damit der Nachweis stimmt — und den Fall arbeitsrechtlich klären, statt ihn im System zu glätten.
  • Bei einer Überschneidung: nachfragen, welche der beiden Schichten falsch ist, und die falsche über eine zweite Korrektur richtigstellen.
  • Im Zweifel den Grund im Antrag lesen — er erklärt meist beides.

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