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Ausstempeln vergessen: was nach 12 Stunden automatisch passiert

Zwölf Stunden nach dem Einstempeln beendet die App einen offenen Eintrag automatisch — mit einem geschätzten Ende, das jemand prüfen muss.

Was passiert

Ein Eintrag, der länger als 12 Stunden offen steht, wird von der App geschlossen. Sie trägt ein geschätztes Ende ein und markiert den Eintrag als zu prüfen. Das ist keine Bestrafung, sondern Aufräumen: ein ewig offener Eintrag blockiert die nächste Stempelung und verfälscht jede Auswertung.

Wie geschätzt wird

  • Stand für den Tag eine Schicht im Plan, nimmt die App das geplante Schichtende.
  • Lag das geplante Ende vor dem Einstempeln — typisch bei Nachtschichten —, wird es auf den Folgetag gelegt.
  • Gab es keine geplante Schicht, nimmt die App Mitternacht als Platzhalter.
  • In jedem Fall wird bei 10 Stunden gedeckelt: die gesetzliche Höchstarbeitszeit nach § 3 ArbZG.

Wer wird benachrichtigt

Du bekommst eine Meldung mit dem Titel „Ausstempeln vergessen“: „Am TT.MM.JJJJ wurde dein Arbeitstag automatisch beendet (Schätzwert). Bitte melde deiner Leitung deine echte Endzeit.“ Gleichzeitig gehen alle aktiven Manager und Admins eine Meldung „Zeiteintrag braucht Prüfung“ an. Sie sehen den Eintrag gelb hinterlegt, mit dem Hinweis „Ausstempeln vergessen — Endzeit geschätzt, bitte prüfen“ und einer Dauer mit Tilde davor, etwa „~8h 00min“.

Was mit deinen Stunden passiert

Solange die Schätzung nicht geprüft ist, zählt sie höchstens mit 10 Stunden in deine Monatssumme — auch wenn zwischen Einstempeln und geschätztem Ende rechnerisch mehr läge. Erst wenn ein Manager bestätigt oder korrigiert, gilt der Wert ohne diese Deckelung. In „Meine Zeiten“ sieht ein geschätzter Tag zunächst aus wie jeder andere. Erst nach einer Korrektur trägt er die Markierung „korrigiert“. Verlass dich also nicht darauf, dass die Liste dir die Schätzung von selbst zeigt — du weisst es aus der Benachrichtigung.

Was du tun solltest

Sag deiner Leitung, wann du wirklich gegangen bist. Das geht formlos oder über eine Zeitkorrektur. Der Zeiteintrag selbst wird nie gelöscht und nie überschrieben: jede Änderung landet als Korrektur mit Grund in der Historie. Das verlangt die GoBD, und es ist gleichzeitig dein Schutz — die ursprüngliche Schätzung bleibt nachvollziehbar.

Hat dir das geholfen?

Frage offen? Schreib uns, wir antworten persönlich.