Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge: was die App rechnet und was nicht
Die App rechnet Stunden mal Stundenlohn — keine Nacht-, Sonn- oder Feiertagszuschläge. Warum das so ist und wie du sie trotzdem erfasst.
Was die App rechnet
Genau eine Formel: Netto-Stunden mal Stundenlohn ergibt den Bruttolohn. Netto-Stunden sind die gestempelte Zeit abzüglich der gesetzlichen Pause. Für Minijobber schätzt die Übersicht zusätzlich die Pauschalabgaben an die Minijob-Zentrale, damit du deine Personalkosten planen kannst.
Was sie nicht rechnet
Keine Nachtzuschläge, keine Sonntagszuschläge, keine Feiertagszuschläge. Auch keine Lohnsteuer und keine Sozialversicherungsbeiträge. Der Hinweis steht in der App selbst über der Lohnübersicht: „Sozialversicherungsbeiträge, Lohnsteuer und etwaige Zuschläge (Sonn-, Feiertags-, Nachtarbeit) sind nicht enthalten. Die verbindliche Lohnabrechnung und die Meldungen zur Sozialversicherung erfolgen durch den Steuerberater bzw. das Lohnbüro.“ Wer eine Sonntagsschicht von 12 bis 20 Uhr in der Übersicht sieht, sieht acht Stunden zum normalen Stundenlohn — nicht mehr.
Warum nicht
Steuer- und beitragsfreie Zuschläge für Sonntag, Feiertag und Nacht hängen an Bedingungen, die diese App nicht kennt: am massgebenden Grundlohn, an Prozentgrenzen, an der Frage, welcher Feiertag am Arbeitsort gilt, und an dem, was im Arbeitsvertrag steht. Eine falsch gerechnete Zahl wäre hier schlimmer als gar keine — sie sähe verbindlich aus und wäre es nicht.
Wie du Zuschläge trotzdem abbildest
- Im Bereich „Löhne“ den Monatsabschluss öffnen und beim betroffenen Mitarbeiter eine Zusatzzahlung erfassen.
- In der Gruppe „Zuschläge“ stehen die üblichen Kategorien bereit: Feiertagszuschlag 125 %, Feiertagszuschlag 150 %, Sonntagszuschlag 50 %, Nachtzuschlag 25 % und Nachtzuschlag 40 %.
- Den Betrag trägst du selbst ein — gerechnet von dir oder vorgegeben vom Lohnbüro. Die App rechnet ihn nicht aus.
Was die App fürs Lohnbüro liefert
Das, worauf es ankommt: jede Schicht mit Datum, Beginn und Ende, exportierbar als CSV. Daraus lässt sich ablesen, welche Stunden auf Nacht, Sonntag oder Feiertag fielen — und genau diese Rechnung macht das Lohnprogramm.
Hat dir das geholfen?
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