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Arbeitgeberkosten beim Minijob: die 31,17 % im Detail

Rund 31,17 % vom Minijob-Brutto zahlst du zusätzlich an die Minijob-Zentrale. Aus welchen sechs Posten sich der Satz zusammensetzt — und was fehlt.

Was in der Spalte steht

Neben dem Brutto führt die Löhne-Seite eine Spalte „Knappschaft“. Sie enthält die Pauschalabgaben, die du als Arbeitgeber für einen gewerblichen Minijob an die Minijob-Zentrale (Knappschaft-Bahn-See) zahlst — zusätzlich zum Lohn, nicht davon abgezogen. Für 2026 sind das 31,17 % vom Minijob-Brutto.

Die sechs Posten

Der Satz ist keine gerundete Faustzahl, sondern die Summe aus sechs einzelnen Beiträgen:

  • Pauschalbeitrag Rentenversicherung: 15 %
  • Pauschalbeitrag Krankenversicherung: 13 %
  • Einheitliche Pauschsteuer (deckt Lohnsteuer, Soli und Kirchensteuer ab): 2 %
  • Umlage U1 (Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall): 0,80 %
  • Umlage U2 (Mutterschaftsaufwendungen): 0,22 %
  • Insolvenzgeldumlage: 0,15 %

Was das in Euro heißt

Bei einem Minijobber, der 2026 die Grenze von 603 € ausschöpft, kommen rund 188 € Pauschalabgaben dazu. Der Monat kostet dich also gut 791 €, nicht 603 €. Genau dafür steht die Spalte da: Der ausgezahlte Lohn ist nur ein knappes Viertel weniger als die tatsächliche Belastung.

Wofür der Satz nicht gilt

Nur für den gewerblichen Minijob. Bei kurzfristiger Beschäftigung fallen keine Pauschalbeiträge zur Renten- und Krankenversicherung an, beim Inhaber ohnehin nicht — in beiden Fällen steht in der Spalte nichts. Bei Teilzeit und Vollzeit gilt der reguläre Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung. Den bildet die App nicht ab und erfindet dafür auch keine Zahl; deine echten Kosten liegen bei diesen Verträgen höher als die Übersicht zeigt.

Was nicht enthalten ist

Die Unfallversicherung der Berufsgenossenschaft ist bewusst nicht Teil des Satzes. Sie geht nicht an die Minijob-Zentrale, und ihr Beitragssatz hängt von deiner Branche ab. Die Krankenversicherungs-Pauschale von 13 % fällt außerdem nur an, wenn der Minijobber gesetzlich krankenversichert ist. Die App nimmt das an. Bei einem privat versicherten Minijobber entfällt der Posten, die Belastung liegt dann rund 13 Punkte niedriger.

Vorbehalt

Die Umlagesätze werden jedes Jahr neu festgesetzt — U1 wurde zum 1. Januar 2026 von 1,1 % auf 0,80 % gesenkt. Der genannte Gesamtsatz ist der Stand für 2026. Prüf die aktuellen Werte im Zweifel bei der Minijob-Zentrale.

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