Das Lohnbudget: was in der Summe steckt
Das Lohnbudget ist Brutto plus Arbeitgeber-Pauschalabgaben plus erfasste Zuschläge. Was in der Zahl steckt — und was ausdrücklich nicht.
Die Formel
Oben auf der Seite „Löhne“ steht der Kasten „Lohnbudget gesamt“ mit dem Monat daneben. Darunter ist die Zahl aufgeschlüsselt: Brutto + Knappschaft + Zuschläge/Boni. Brutto ist die Summe aus Stunden mal Stundensatz über alle Mitarbeiter. Knappschaft sind die Arbeitgeber-Pauschalabgaben an die Minijob-Zentrale, 31,17 % vom Brutto (Stand 2026) und ausschließlich für Minijobber. Zuschläge/Boni ist die Summe der zusätzlichen Entgelte, die du für den Monat von Hand erfasst hast.
Drei Reiter, drei Fragen
„Monatsvorschau“ rechnet mit den geplanten Schichten und beantwortet die Frage, was der Monat kosten wird, wenn der Plan so läuft. Die Spalte heißt dort „Brutto-Prognose“. „Monatsabschluss“ rechnet mit den tatsächlich gestempelten Zeiten — das ist die Zahl, mit der du zum Steuerberater gehst. „Jahr“ summiert die abgeschlossenen Monate und trägt die Jahresansicht der Minijob-Ampel.
Der Inhaber ist standardmäßig draußen
Die übliche Frage lautet „Was kosten die Angestellten?“ — deshalb sind deine eigenen Stunden nicht im Budget. Unter der Summe steht dann „Inhaber ausgenommen (Brutto … €)“, damit die Zahl nicht heimlich fehlt. Über den Schalter auf der Seite nimmst du dich mit hinein; die Zeile wechselt zu „inkl. Inhaber“. Für den Inhaber gilt außerdem keine gesetzliche Pause und keine Minijob-Ampel — er ist kein Arbeitnehmer, und die Tabelle zeigt in diesen Spalten einen Strich.
Was NICHT in der Zahl steckt
Das Lohnbudget ist keine Lohnabrechnung. Nicht enthalten sind: Lohnsteuer, die Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitnehmers, der reguläre Arbeitgeberanteil bei Teilzeit und Vollzeit, die Beiträge zur Berufsgenossenschaft sowie alle Zuschläge, die du nicht selbst eingetragen hast. Die App sagt das an jeder Stelle mit denselben Worten: „Diese Übersicht ist eine interne Bruttolohn-Aufstellung (geleistete Stunden × Stundensatz) und keine offizielle Lohn- oder Gehaltsabrechnung.“ Die verbindliche Abrechnung und die Meldungen zur Sozialversicherung macht dein Steuerberater oder dein Lohnbüro.
Warum Pausenstunden extra stehen
Die Spalte „Pause“ zeigt die gesetzliche Ruhepause nach § 4 ArbZG für den Monat — 30 Minuten ab sechs Stunden, 45 Minuten ab neun Stunden, bei Jugendlichen mehr. Sie ist reine Information und wird nicht noch einmal vom Brutto abgezogen: bei den Ist-Stunden ist sie schon heraus, in der Prognose steckt sie noch in den geplanten Stunden. Deshalb liegt die Vorschau in der Regel etwas über dem späteren Abschluss.
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