Lohnkosten pro Filiale auswerten
Die Karte „Nach Filiale“ zeigt Ist-Stunden und Personalkosten pro Laden. Woher der Ort kommt, warum es keine Ampel gibt und wo Cent-Differenzen herkommen.
Wo die Auswertung steht
Auf der Seite „Löhne“ im Reiter „Monatsabschluss“, unterhalb des Budget-Kastens, erscheint die Karte „Nach Filiale“. Sie ist nur da, wenn dein Betrieb wirklich mehr als eine Filiale angelegt hat — bei einem einzigen Laden wäre sie eine Tabelle mit einer Zeile. Die Spalten sind „Filiale“, „Mitarbeiter“, „Ist-Stunden“, „Brutto“ und „Personalkosten“. Personalkosten ist wieder Brutto plus Knappschaft.
Nur Ist, keine Prognose
Die Karte rechnet ausschließlich mit gestempelten Zeiten. Eine Prognose pro Filiale würde die Unsicherheit der Planung mit der Zahl der Läden multiplizieren, ohne dass die Aussage besser wird. Willst du vorausschauen, nutzt du die Monatsvorschau für den ganzen Betrieb.
Woher der Ort einer Stunde kommt
Maßgeblich ist das Terminal, an dem gestempelt wurde. Wer in der Filiale Nord einstempelt, dessen Stunden liegen an dem Tag bei Nord — auch wenn er sonst woanders arbeitet. Ein Nachtrag, den du in der Verwaltung von Hand einträgst, hat kein Terminal. Er zählt zur Stammfiliale des Mitarbeiters aus dem Team-Profil. Stunden ohne jede Zuordnung sammelt die Zeile „Ohne Filiale“; steht dort „Unbekannte Filiale“, gehören die Stunden zu einem Standort, den es nicht mehr gibt.
Keine Minijob-Ampel pro Filiale
Die Minijob-Grenze gilt pro Person, nicht pro Laden. Eine Ampel je Filiale würde nahelegen, ein Minijobber dürfe in zwei Läden je 603 € verdienen — er darf es nicht. Die Ampel steht deshalb nur in der Haupttabelle, einmal pro Mitarbeiter. Aus demselben Grund werden Zuschläge und Boni nicht auf Filialen verteilt: eine Prämie trägt keinen Ort, und sie einem Laden zuzuschreiben, der sie nicht verdient hat, wäre geraten. Sie bleiben im Gesamtbudget.
Warum die Summen um Cent abweichen können
Stunden und Brutto werden pro Filiale gerundet, genau wie die Haupttabelle pro Mitarbeiter rundet. Die Summe der Filialzeilen kann dadurch um ein paar Cent von der Monatssumme abweichen. Deshalb hat die Filial-Karte ihre eigene Summe und die Monatssumme bleibt in der Haupttabelle — zwei Zahlen in einer Karte, die sich um einen Cent widersprechen, würden wie ein Fehler aussehen. Für die Lohnabrechnung ist ohnehin die Zahl der Haupttabelle maßgeblich.
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